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Neue Salmler aus Brasilien - die Blauaugen – Jupiaba, Jupiaba cf. apenima

Text und Bilder Kai Arendt

    Bei der zweiten hier vorgestellten, unter dem Namen „Blauaugen – Moenkhausia“ importierten Art handelt es sich wohl um Jupiaba apenima Zanata, 1997. Diese Art lebt in einigen Zuflüssen des oberen Rio Tapajoz (Rio Peixoto de Azevedo und Rio Neodori), sowie in Bereich des Rio das Mortes im oberen Einzugsgebiet des Rio Tocantins und Rio Araguaia. Da die Artzuordnung aber nicht ganz sicher ist möchte ich diese aquaritsisch neuen Fische hier vorsichtshalber als Jupiaba cf. apenima bezeichnen. Die über 20 Arten zählende Gattung Jupiaba wurde 1997 durch die brasilianische Ichthyologin Angela Maria Zanata von den Gattungen Astyanax Baird & Girard, 1854 und Deuterodon Eigenmann, 1907 abgetrennt und ist charakterisiert durch das Vorhandensein stachelartiger Beckenknochen, die den Arten der Gattungen Astyanax und Deuterodon fehlen.

    A. cf. apenima ist mit etwa 6-7 cm Länge ausgewachsen. Die relativ hochrückigen, seitlich aber nur mäßig zusammengedrückten Salmler haben einen kräftigen Körperbau und sind gute und schnelle Schwimmer. Die Iris ihrer großen Augen ist besonders im oberen Bereich leuchtend himmelblau gefärbt. Darüber hinaus strahlt auch ihr gesamter Rücken bei günstigem Lichteinfall metallisch weißlich, grün oder auch hellblau. Ihre Körpergrundfarbe ist dagegen ein unscheinbar sandiges braun. In der Körpermitte befinden sich etwa auf der Linie zwischen Auge und Schwanzwurzel mehrere unregelmäßige, verschwommene dunkelbraune bis schwarze Flecken, die sich auch in die untere Körperhälfte ausdehnen können. Diese Zeichnung ist bei jedem Tier individuell und mehr oder weniger ausgeprägt. Ein Schulterfleck ist meist sichtbar. Blauaugen – Jupiaba haben transparente Flossen, die nur am Ansatz beigebraum überhaucht wirken. Die Geschlechter sind bei J. cf. apenima gut zu unterscheiden. Weibchen werden nämlich größer und sind kräftiger gebaut als die Männchen, welche eine größere und flächigere Afterflosse besitzen, die mit kleinen Häkchen dicht besetzt ist.

    Im Aquarium stellten sich die Blauaugen – Jupiaba als recht robuste Salmler heraus. Sie brauchen möglichst viel freien Schwimmraum aber auch Unterstände zwischen Pflanzen in denen sie gerne stehen. Die lebhaften Tiere verhalten sich sowohl gegenüber Artgenossen als auch artfremden Fischen nach meinen Beobachtungen im allgemeinen friedlich. Sie mögen eine leichte Strömung und neben hellen Abschnitten auch dunkle, schattige Zonen im Aquarium. Gute Erfahrungen habe ich mit schwankenden Temperaturen im Bereich zwischen 23° und 28°C gemacht. Beide hier vorgestellte Arten nahmen von Anfang an ohne Probleme jegliches Lebend-, Frost- und Trockenfutter passender Größe an.

Literatur:

Bertaco, V.A. & L.R. Malabarba (2001): Description of two new species of Astyanax (Teleostei: Characidae) from headwater streams of Southern Brazil, with comments on the „A. scabripinnis species complex“. –Ichthyol.Explor.Freshwaters, 12(3): 221-234

Zanata A.M. (1997): Jupiaba, um novo gênero de Tetragonopterinae com osso pélvico em forma de espinho (Characidae, Characiformes). –Iheringia,Sér.Zool., Porto Alegre, 83: 99-136

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