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Spanische Missionare sollen angesichts der Blüte dieser Kletterpflanze an die Leidensgeschichte Christi erinnert worden sein, und ihr deshalb den Namen Passionsblume gegeben haben. Die zehn Kronblätter stehen für die zehn Apostel, die drahtige Nebenkrone symbolisiert den Dornenkranz, die fünf Staubblätter die fünf Wunden und die drei Narben die drei Nägel.
Die Gattung umfasst cirka 350 Arten, deren Verbreitung sich über das tropische Amerika, teilweise aber auch Asien, Australien und Polynesien erstreckt. 50 bis 60 Arten bringen aromatische, essbare Früchte hervor, die zur Herstellung von Getränken und Desserts verwendet werden. Die zugehörige Geschmacksrichtung wird dann als Maracuja bezeichnet. Im Handel werden die Früchte meist als Granadille angeboten. Die Purpur-Granadille ist die Frucht von Passiflora edulis, die Melonen-Granadille die von Passiflora quadrangularis. Unter der 3 – 10 mm dicken Fruchtschale befindet sich das gelbliche, aromatisch und leicht säuerlich schmeckende Fruchtmark, das man am einfachsten direkt aus der halbierten Frucht löffelt.

Name: Passiflora caerulea

deutscher Name: Blaue Passionsblume

Wuchsform: Wie alle Vertreter der Gattung hat P.caerulea kletternde Triebe, die nahezu „unbegrenzt" lang werden können. In ihrer südamerikanischen Heimat wächst sie rankend bis in die Gipfel der Bäume und hält sich dabei mit charakteristisch schraubenförmig gewundenen Haftorganen an ihrer Unterlage fest. Für die Kultur im Zimmer ist daher eine Kletterunterlage (Draht- oder Plastikgeflecht) erforderlich. Die Blätter sind fünf- bis siebenlappig und erreichen einen Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern, bilden aber nur dann einen Schmuck, wenn durch Gestaltung der Kletterhilfe und entsprechende „Dressur" ein buschförmiges Wachstum vorgetäuscht wird. Die einzelne Ranke wirkt meist weniger dekorativ.

Pflege: Die Kultur der Blauen Passionsblume ist eigentlich nicht sehr schwierig. Sie bevorzugt in der Vegetationszeit einen sonnigen, warmen, aber gut belüfteten Platz. Bei zu wenig Licht blüht sie kaum. Entscheidend für die Blütenbildung ist außerdem die richtige Überwinterung. Für zwei bis drei Monate sollte sie kühl (6-8 Grad Celsius), trocken, aber dennoch hell stehen. Natürlich wirft sie unter solchen Bedingungen ihr Laub ab und bietet gar keinen netten Anblick mehr. Anfang März schneidet man die vorhandenen Triebe bis auf 4-8 Knospenanlagen zurück und topft die Pflanze um. Als Substrat eignet sich besonders gut ein Gemisch aus lehmiger Rasen- und Komposterde. Bei entsprechender Wärme und mäßigen Wassergaben treibt sie meist innerhalb einer Woche erneut aus.

Vermehrung: Diese erfolgt in der Regel durch Stecklinge, oder durch in die Erde des Topfes versenkte Jungtriebe. Gerade die letztere Variante ist zu empfehlen, da sich der Aufwand gegen Null bewegt.

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